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„AWD Netto-Netto-Studie“ zur Einkommenssituation privater Haushalte in Deutschland Drucken E-Mail
Freitag, 24. April 2009 um 13:09 Uhr

Im Auftrag des AWD hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) Essen am 21. April 2009 eine Studie zur Einkommenssituation privater Haushalte in Deutschland veröffentlicht. Die „AWD-Netto-Netto-Studie“ untersucht zum ersten Mal, wie viel Geld den Haushalten in Deutschland durchschnittlich im Monat zur freien Verfügung steht.

In der Studie wird das Netto-Netto-Einkommen wie folgt festgelegt: Vom Nettoeinkommen werden die monatlichen Ausgaben abgezogen, die das Bundessozialhilfegesetz (BSHG) als lebensnotwendig festlegt, von der Kleidung bis hin zu Produkten für die Körperpflege. In den Bereichen Wohnen, Energie und Verkehr hat das RWI anhand repräsentativer Daten die tatsächlichen Ausgaben der Haushalte ermittelt. Darüber hinaus wurden die tatsächlichen Ausgaben für Kinderbetreuung berücksichtigt. (Quelle: AWD http://www.mehrnetto2009.de/)

Verglichen wurden die Ergebnisse dabei nach:

  • Sozialer Stellung (Selbstständiger; Beamter; Angestellter; Arbeiter; Arbeitsloser; Rentner; Pensionär; Student) Hier bleibt Pensionären mit 63,3% vom Netto-Einkommen der größte Anteil vom Netto- Einkommen übrig, gefolgt von den Beamten (59,1%) und Selbstständigen (57,7%). Das Schlusslicht bilden mit 23,8 % und 20,7 % die Arbeitslosen und Studenten.
  • Bundesländern (Ost-West-Gefälle) Die bayrischen Haushalte liegen mit einem durchschnittlichen Netto-Netto-Einkommen von 1.631Euro deutlich über dem Netto-Netto-Einkommen von 869 Euro der Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern, die damit den niedrigsten Vergleichswert in Deutschland belegen. Insgesamt beträgt das durchschnittliche Netto-Netto-Einkommen in Westdeutschland 1.424 Euro (50,8% am Nettoeinkommen) und 1.059 Euro (44,9%) in den neuen Bundesländern.
  • Einkommen (Niedrigverdiener bis Spitzenverdiener) In der mittleren Einkommensklasse (2.500 – 3.000 €) verbleibt mit 1.257 Euro pro Monat = 45,6% vom Netto-Einkommen deutlich weniger vom Nettoeinkommen als dem deutschen Durchschnitt mit 1.345 Euro (49,7%).
  • Haushaltstyp (alleinlebend; alleinerziehend; Paar 1 Kind; Paar 2 Kinder; Paar 3 und mehr Kinder) Hier belegen die Ergebnisse eindeutig: Alleinerziehenden bleibt mit 30,6% am wenigsten von Netto – Paare mit 2 Kindern liegen mit 48,8% ebenso unter dem Bundesdurchschnitt von 53,2% des Nettoeinkommens.

Die Ergebnisse der Studie belegen einerseits wie stark das frei verfügbare Einkommen der Haushalte in Deutschland regionalen Gegebenheiten unterliegt und andererseits wie sehr die persönlichen Merkmale wie Bildungsabschluss und Haushalttyp zu den Unterschieden beitragen. Gerade im Hinblick auf die unterschiedlichen Ressourcen, welche z.B. für Bildung für Kinder und Jugendliche ausgegeben werden können, kann die Studie zu wichtigen Einsichten verhelfen.

 

mehr Infos zur „AWD Netto-Netto-Studie“ zur Einkommenssituation privater Haushalte in Deutschland unter: http://www.mehrnetto2009.de/mehrnetto/de/home/MehrNetto-Studie/Ergebnisse.html

AWD-Pressemitteilung zum „ersten Netto-Netto-Atlas für Deutschland“: http://www.mehrnetto2009.de/mehrnetto/de/home/News___Presse/finanznews.Media.Q29udGVudEVsZW1lbnRzLjc5NTYzIzIw.download.pdf  

die gesamte Studie:http://www.mehrnetto2009.de/mehrnetto/de/home/News___Presse/AWD-Studienergebnisse.Media.Q29udGVudEVsZW1lbnRzLjk2NDg0IzIw.download.pdf

Detaillauswertung Sachsen-Anhalt: http://www.mehrnetto2009.de/mehrnetto/de/home/News___Presse/Regionalergebnisse.Media.Q29udGVudEVsZW1lbnRzLjk5NjI1IzIw.download.pdf

 
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