| UNICEF-Studie zur Lage von Kindern in Deutschland 2008 |
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| Montag, 14. Juli 2008 um 00:00 Uhr |
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Der neue UNICEF-Bericht zur Lage von Kindern in Deutschland macht es deutlich: "die Kluft zwischen den Kindern, die gesund, abgesichert und gefördert aufwachsen und solchen, deren Alltag durch Hoffnungslosigkeit, Mangel und Ausgrenzung geprägt ist, wächst". Darum fordert UNICEF den Bund, die Länder und Kommunen auf, "die Lebenschancen von benachteiligten Kindern in Deutschland zu verbessern“. Der Herausgeber des Berichts Prof. Dr. Hans Bertram dazu: "die Politik muss ihren in Ressorts zersplitterten Ansatz überwinden und das Wohlergehen von Kindern in ihren vielfältigen Lebenswelten in den Mittelpunkt stellen". Trotz erheblicher Aufwendungen für Kinder und Familien, ist Deutschland im internationalen Vergleich bezüglich der Schaffung von verlässlichen und fördernden Lebensumwelten für Kinder nur Mittelmaß. Die Studie schließt an die Ergebnisse der internationalen UNICEF-Vergleichsstudie zum Wohlbefinden von Kindern in OECD-Ländern von 2007 an. Es erfolgte eine Vertiefung der Untersuchungen in verschiedenen Dimensionen des Aufwachsens: materielle Risiken, Bildungschancen in Kindergarten und Schule, Gesundheit und Fragen der Migration. Dieses Untersuchungskonzept soll in Deutschland zukünftig in regelmäßigen Abständen fortgesetzt werden.Die Ergebnisse zeigen, dass 35 bis 40 Prozent der deutschen Kinder in Ein-Eltern-Familien, in relativer Armut aufwachsen – und oft auch über lange Phasen ihrer Kindheit arm bleiben. Die Erhebung zeigt ebenso, dass "chronische Krankheiten, Übergewicht und Verhaltensauffälligkeiten insbesondere bei benachteiligten Kindern stark zugenommen haben". Ferner belegt die Studie, wie groß in Deutschland der Zusammenhang zwischen familiärer Herkunft und Bildungserfolg von Kindern ist. Deshalb fordert UNICEF "einen Perspektivwechsel für Kinder in Deutschland – weg von einem funktionalistischen Blick auf den Nutzwert von Kindern und hin zur Umsetzung der Rechte der Kinder und der Verbesserung ihrer individuellen Zukunftschancen".
vollständiger Bericht als Broschüre: |


