| Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung zum Betreuungsgeld |
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| Montag, 11. Januar 2010 um 10:10 Uhr |
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In einer Pressemeldung zu dem von der Bundesregierung in der Koalitionsvereinbarung beschlossenem Betreuungsgeld äußerte die Bertelsmann Stiftung ihre Kritik. Sie sieht darin ein falsches Signal für sozial benachteiligte Familien. Vor allem Kinder aus sozial benachteiligten Familien würden durch die Einführung des Betreuungsgeldes vermutlich von dem Besuch einer Kindertageseinrichtung ausgeschlossen werden. „Internationale Erfahrungen belegen, dass die Zahlung eines Betreuungsgeldes oft dazu führt, dass Kinder aus diesen Familien zu Hause bleiben.“ Aber gerade diese Kinder würden mit Hinblick auf ihre Bildungsbiographie und ihren späteren Bildungsweg von der frühen Bildung in Krippen besonders profitieren. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung steigt die Wahrscheinlichkeit später ein Gymnasium zu besuchen um insgesamt fast 40 Prozent, bei Kindern aus Zuwandererfamilien sogar um 55 Prozent, wenn die Kinder eine Kinderkrippe besucht haben. „Am stärksten profitieren Kinder, deren Eltern höchstens einen Hauptschulabschluss haben: Ihre Chance, ein Gymnasium zu besuchen, verdoppelt sich annähernd, wenn sie in ihren ersten Lebensjahren eine Krippe besucht haben.“ |


