| "Aktiver Kinderschutz - Entwicklung und Perspektiven" |
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| Freitag, 11. September 2009 um 11:43 Uhr | |||||||||||||||||||||||
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Thema Kinderschutz in Deutschland - was ist bereits geschehen; wie sehen die Perspektiven bezüglich eines aktiven Kinderschutzes in Deutschland aus? Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen betonte die bereits umgesetzten Maßnahmen für mehr Schutz für Kinder vor Verwahrlosung, sexuellem Missbrauch und Ausbeutung. Dazu zählen:
(In der Klammer werden jeweils die Steigerungsraten zum Vorjahr angegeben. Quelle: bmfsfj, Aktiver Kinderschutz – Entwicklung und Perspektiven)
Dazu wurde auch eine vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegebene Expertise (Fegert u. a. 2008, Lernen aus problematischen Kinderschutzverläufen) erstellt, die die bekannt gewordenen Fälle von Kindesmisshandlungen und –vernachlässigungen untersucht hat und dabei folgende Muster herausstellen konnte: * ca. ein Drittel der Kinder sind jünger als 1 Jahr,* fast die Hälfte der Kinder (45 %) wurden vernachlässigt (4 % bis zum Tod), * ein Viertel der Kinder wurde schwer misshandelt (9 % mit Todesfolge), * die Täterinnen und Täter sind so gut wie immer die unmittelbaren, primären Bezugspersonen des Kindes. Um den Kinderschutz in Deutschland in den nächsten Jahren noch weiter zu intensivieren, soll das Kinderschutzgesetz „mehr Sicherheit und Klarheit für alle Verantwortlichen bringen“, indem „klare gesetzliche Regelungen zu folgenden Aspekten“ geschaffen werden sollen: * gesetzliche Verankerung fachlicher Standards zur Wahrnehmung des Schutzauftrags im Jugendamt * Sicherung der Weitergabe von Informationen beim Wohnortwechsel der Familie an das zuständige Jugendamt * Befugnis für Berufsgeheimnisträgern (insbesondere Angehörige von Berufen im Gesundheitswesen) zur Weitergabe von Informationen an das Jugendamt bei Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung Auch das Projekt „Aus Fehlern lernen - Qualitätsmanagement im Kinderschutz“ soll dazu beitragen Lücken zu schließen und „gemeinsam mit den unterschiedlichen Akteuren im Kinderschutz – insbesondere Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitssystem, aber auch Schwangerschaftsberatung, Polizei, Justiz und anderen – empirische Grundlagen für die Verbesserung des Kinderschutzsystems in Deutschland zu schaffen“. Dafür werden lokale Kinderschutzsysteme aus 42 bundesweiten Modellkommunen genauer angeschaut und „gemeinsam mit den Fachleuten vor Ort Qualitätskriterien entwickelt, um das örtliche Kinderschutzsystem zu optimieren“.
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (02.09.2009): Bundeskabinett berät Bericht „Aktiver Kinderschutz - Entwicklung und Perspektiven“ http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/kinder-und-jugend,did=129784.html Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Pressemitteilung (02.09.2009): Ursula von der Leyen: „Wir haben das Niveau des Kinderschutzes in Deutschland spürbar erhöht“ http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=129780.html weitere Informationen zum Thema Kinder- und Jugendschutz finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter folgendem Link: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/Kinder-und-Jugend/kinder-und-jugendschutz,did=77058.html
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Download Bericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Aktiver Kinderschutz – Entwicklung und Perspektiven“