interner Bereich

Einloggen
Home Rechtsgrundlagen Häufige Fragen zum Bildungsprogramm Welche Aufgaben hat die ErzieherIn entsprechend des neuen Bildungsprogramms?
Welche Aufgaben hat die ErzieherIn entsprechend des neuen Bildungsprogramms? Drucken E-Mail
Montag, 14. Mai 2007 um 13:05 Uhr

Im Entwurf „Bildung als Programm“ wird ein Wandel der Aufgaben von Erzieherinnen und Erziehern durch die Gegenüberstellung von traditionellem Bildungs- und Erziehungsverständnis einerseits sowie modernem Bildungsverständnis andererseits deutlich (Bildungsprogramm Seite 15). Nach traditionellen Bildungsvorstellungen übernimmt die Erzieherin, der Erzieher die Aufgaben einer lehrenden, anleitenden, führenden und lenkenden Erzieher-Person. Bildung wird als Vermittlungsprozess vom Erwachsenen zum Kind definiert. Die aktive Rolle der Erzieherin, des Erziehers dominiert.

Zur Ansicht bitte klickenTraditionelle Bildungsvorstellungen
Zur Gesamtansicht der Darstellung
bitte auf Grafik klicken.

Ein modernes Verständnis von Bildung geht vielmehr davon aus: der Mensch wird nicht gebildet, Bildung kann nicht vermittelt werden. Bildung ist vielmehr ein Prozess der Selbstaneignung,

bei dem Erlebnisse auf der Grundlage erlebter Erfahrungen eingeordnet und gedeutet werden (Bildungsprogramm Seite 19).
In diesem Sinne bildet sich auch das Kind.

Es eignet sich neues Wissen auf der Basis vorangegangener Erfahrungen an. Jedes Mädchen, jeder Junge bildet sich vom ersten Tag seiner Geburt. Die Erkundungen von Räumen, Materialien und Personen führen zu stetig neuen Erkenntnissen. Die Aufgabe von Erzieherinnen ist die aufmerksame Begleitung dieser Welterkundungen. Jedes Mädchen, jeder Junge ist anders (Montessori). Also wird jedes Kind auch anders Welt deuten.

Zur Ansicht bitte klickenModerne Bildungsvorstellungen
Zur Gesamtansicht der Darstellung
bitte auf Grafik klicken.

Der Erwachsene hat die Aufgabe, die aktiven Bildungserfahrungen der Kinder wahrzunehmen und zu verstehen, wie Kinder dabei lernen. Die Erzieherin ist Beobachterin, Praxisforscherin, Wegbegleiterin und Bildungspartnerin zugleich.
Aus diesen Aufgaben ergeben sich weitere Fragen, auf die Erzieherinnen und Erzieher im Prozess gemeinsam mit Wissenschaft nach Antworten suchen: Wie gelingt eine Bildungspartnerschaft zwischen Kindern und Erwachsenen? Wie können Erzieherinnen, Erzieher die Selbstbildungsaktivitäten jedes Kindes unterstützen und dabei gleichzeitig das Erleben von Gemeinschaft fördern? Wie entstehen auf der Basis von Bildungspartnerschaft Regeln im Zusammenleben? Welche Regeln und Strukturen fordern Kinder ein? Wie beobachtet die Erzieherin, der Erzieher jedes Kind?

Zur Ansicht bitte klickenSelbstverständnis von ErzieherInnen
Zur Gesamtansicht der Darstellung
bitte auf Grafik klicken.
 
Valid XHTML and CSS.