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Bildung in Sachsen-Anhalts Kindertageseinrichtungen Drucken E-Mail
Montag, 07. Juli 2008 um 09:31 Uhr

Um eine Verbesserung der vorschulischen Bildung für Kinder in Sachsen-Anhalts Kitas zu erreichen, hat das Ministerium für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt Anfang Mai 2008 ein "flächendeckendes Fortbildungsangebot für Erzieherinnen und Erzieher" entwickelt. Das Projekt zur Qualifizierung von Erzieherinnen und Erziehern aus Sachsen-Anhalts Kindertageseinrichtungen wird bis 2013 mit mehr als 20 Millionen Euro mit Mitteln aus den Fördertöpfen der  Europäischen Union gestützt.

Mit diesen Geldern sollen in den nächsten fünf Jahren die knapp 9.000 pädagogischen MitarbeiterInnen der Kitas in Sachsen-Anhalt erreicht werden. Grundlage für das nun vorliegende Qualifizierungscurriculum bildet das Bildungsprogramm für Kindertageseinrichtungen in Sachsen-Anhalt "Bildung:elementar – Bildung von Anfang an". Die Qualifizierung richtet sich an das gesamte Team und wird direkt in den Kindertageseinrichtungen vor Ort erfolgen. Nach insgesamt 100 Arbeitsstunden, deren zeitliche Verteilung durch das Team bestimmt wird, endet es mit einem staatlichen Zertifikat.  
Das gesamte Fortbildungsprogramm, bestehend aus sechs Modulen, setzt sich wie folgt zusammen:

  • Bildungsauftrag für Kindertageseinrichtungen in Verbindung mit dem Bildungsprogramm für Sachsen-Anhalt
  • Fachliche Grundorientierung für die Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse
  • Pädagogische Professionalität
  • Beobachtung, Dokumentation, Evaluation
  • Erziehungspartnerschaft
  • Gestaltung von Übergängen

Um dieses Programm in allen Kindertageseinrichtungen Sachsen-Anhalts realisieren zu können, werden noch in diesem Jahr 50 FortbildnerInnen qualifiziert.
Die finanziellen Mittel zur Umsetzung dieses Vorhabens sind bereits weitestgehend geklärt. Offen bleibt, wie, angesichts der Rahmenbedingungen zeitliche Ressourcen für die Qualifizierung geschaffen werden können. Hier sind die Träger gefragt, zu bereits bestehende Arbeitszeiten adäquate Lösungen zu finden, die es den Erzieherinnen und Erziehern ermöglichen, Fortbildungsmaßnahmen nicht mehr, wie bisher in ihrer Freizeit absolvieren zu müssen.
Die GEW Sachsen-Anhalt wird sich in den laufenden Entscheidungsprozess mit einbringen.

 
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