|
Im Rahmen des sachsen-anhaltinischen Landesmodellprojektes „Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Kompetenzzentren frühkindlicher Bildung“, welches in einer ersten Phase (2006 – 2008) bereits 15 Kitas zu „Kompetenzzentren frühkindlicher Bildung“ zertifizierte, nehmen seit 2008 bis Ende 2009 7 weitere Kindertagesstäten aus Sachsen-Anhalt an diesem Landesmodelprojekt teil und wollen sich ebenfalls zu „Kompetenzzentren frühkindlicher Bildung“ weiterentwickeln.
Unter dem Titel „Schaut her, was ich schon alles kann! - kompetente Kinder braucht das Land“ fand am 11. und 12. November 2009 die Fachtagung des Landesverwaltungsamtes Referat Kindertageseinrichtungen in Kooperation mit der opinio Gesellschaft für Bildungssysteme und Kommunikation im InterCity Hotel in Halle (Saale) statt. Während der Focus der ersten Phase auf den 3-6 Jährigen lag, ist er in der jetzigen Phase im Krippenbereich, also den 0-3 Jährigen angesiedelt. Die Fachtagung ist Bestandteil dieses Landesmodellprojektes sowie die Gestaltung eines Workshops von jeder teilnehmenden Kindertageseinrichtung eine von vielen Voraussetzungen ist, um das Projekt erfolgreich abzuschließen.
K.i.D. war für Sie dabei, um über die Fachtagung zu berichten.
1. Tag Moderiert, durch die Leiterin des Referats Kindertageseinrichtungen des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt Frau Dr. Gudrun-Carola von Hoven, wurde die Tagung durch Vorträge vom Präsidenten des Landesverwaltungsamtes Herrn Thomas Leimbach, von Herrn Werner Theisen - Leiter der Abteilung Kinder, Jugend und Senioren des Ministerium für Gesundheit und Soziales und Herrn Bernd Wolf, dem geschäftsführenden Gesellschafter der opinio Gesellschaft für Bildungssysteme und Kommunikation, eingeleitet.
Frau Heidi Vorholz, selbst Erzieherin und seit 1983 in Berlin als Pädagogin, Mediatorin und Trainerin tätig, führte im ersten Teil der Fachtagung gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Malte Mienert, Juniorprofessor für Entwicklungspsychologie und pädagogische Psychologie an der Universität Bremen, in das Thema der Kompetenzförderung bei Kindern unter 3 Jahren ein.
Kleinkinder sind .... Kleinkinder wollen immer ...
Mit diesen Schlagworten wurden die Teilnehmer der Tagung aufgefordert sich an die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder in den eigenen Einrichtungen zu erinnern. Zahlreiche Wünsche und Eigenschaften von Kindern, ob nun positiv oder negativ konnotiert, wurden zusammengetragen. Prof. Mienert und Frau Vorholz wiesen darauf hin, dass diese Verhaltensweisen jedoch ebenso bei Erwachsenen zu finden sind. Kleinkinder weisen die gleiche Vielfalt an Verhaltensweisen wie Erwachsene auf.
In früheren Zeiten wurden Kinder und insbesondere Kleinkinder als weiße Blätter betrachtet, die durch das pädagogische Handeln von ErzieherInnen erst beschrieben werden müssen. Doch die Kinder sind von Anfang an kompetente Persönlichkeiten, denen durch individuelle Förderung Möglichkeiten geboten werden müssen, Möglichkeiten zur Entwicklung, Möglichkeiten die Welt und das Leben in ihrer eigenen Art und Weise zu entdecken.
Was brauchen Kinder für eine individuelle Entwicklung? Welche Bedürfnisse haben sie? Was haben sie zu leisten? Wo brauchen Sie unsere Hilfe? Diese Fragen sollen für die Kleinkinder sensibilisieren. Kinder brauchen den Freiraum eigene Entdeckungen zu machen. Frau Vorholz und Herr Prof. Mienert wiesen darauf hin, dass dieses „Selbstentdeckenlassen“ und das Zurückhalten der ErzieherInnen und der eigenen Handlungsvorstellungen nicht einfach sind. Pädagogisches Handeln ist wie das Wandeln auf einem Hochseil. Den Kindern Freiraum lassen und doch darauf achten, dass sie sich und andere nicht gefährden. Herr Prof. Mienert sprach vom „Kopfkino der Erzieher“, dass in allen Situationen, in denen Kinder eigenständig handeln und entdecken, potentielle Gefahren aufzeigt und die ErzieherInnen eingreifen lässt, obwohl dies vielleicht gar nicht nötig wäre. In den Konzeptionen der Einrichtungen steht „wir wollen neugierige, kreative, selbständige und selbsttätige Kinder, Kinder die forschend entdecken“, doch durch übereiltes Eingreifen in den Prozess des Entdeckens der Welt wird die Neugierde der Kinder ausgebremst und die Entwicklung behindert. Um dieses zu verhindern, muss jede® ErzieherIn vor dem Eingreifen in eine „potentiell“ kritische Situation ihr eigenes Handeln überdenken. Ist die Situation wirklich gefährdend? Muss ich die Lösung des Problems aufzeigen? ... Die Kinder haben meist eigene Lösungen, man muss ihnen nur die Möglichkeit geben diese zu entwickeln und zu gebrauchen. Eine wesentliche Aufgabe der Erzieher ist es dabei mit Kindern ins Gespräch zu kommen um eigene Bedürfnisse zu verdeutlichen.
Die Grundlage allen Entdeckens und jedweder positiver Entwicklung ist eine sichere Bindung zum „Betreuungspersonal“. Diese herzustellen und zu fördern bedarf einer individuell angemessenen Eingewöhnungszeit und der intensiven Zusammenarbeit mit den Eltern.
Kinder brauchen vor allem die Sicherheit einer zuverlässigen Bindung, Möglichkeiten und Anreize zum Entdecken um neugierig, kreativ, selbständig und selbsttätig die Welt zu erforschen. Diese Anreize und diese Sicherheit zu geben ist die eigentliche Aufgabe von ErzieherInnen und um diese Aufgabe erfüllen zu können ist es immer wieder nötig, das eigene Rollenverständnis und Handeln zu reflektieren.
Den Abschluss des ersten Teils der Fachtagung bildete ein Vortag von Herrn Rechtsanwalt Tilo Rößler aus Dresden, indem dieser die rechtlichen Grundlagen für alltägliche Situationen darstellte. Trotz rechtlicher Einengungen wurde dargelegt, dass ErzieherInnen keine Angst davor haben müssen Kindern Freiräume für eigene Entdeckungen zu lassen. Die professionell geprüfte vertragliche Absicherung alltäglich wiederkehrender Abläufe im Kindergarten ist sehr wichtig, doch in der individuellen Situation sollte man sich auch auf den eigenen Verstand und das eigene „Bauchgefühl“ verlassen.
(Hinweis: An dieser Stelle können Sie demnächst die Fachvorträge der genannten Referenten als pdf-Dokumente downloaden.)
2. Tag
Nach einleitenden Worten zum 2. Tag der Fachtagung durch Frau Dr. von Hoven wurde das Tagungsprogramm mit einem Film über „Partizipation von Kindern unter 3 Jahren“ im Praxisalltag einer Kindertagesstätte aus Halle eröffnet. Dazu wurde Frau Bauroth begrüßt, die Leiterin der Kindertageseinrichtung „Spielkiste“ in Halle, welche bereits im ersten Durchgang (´06-´08) an dem Landesmodellprojekt „Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Kompetenzzentren frühkindlicher Bildung“ erfolgreich teilgenommen hat und im Sommer 2008 dafür mit dem Zertifikat „Kompetenzzentrum für frühkindliche Bildung“ ausgezeichnet wurde. Die rund 80 Teilnehmer der Fachtagung folgten dem Film sehr aufmerksam. Dass Partizipation von Kleinstkindern in der Krippe möglich ist und wie das funktionieren kann, zeigte dieser Film sehr anschaulich anhand unterschiedlicher Beispiele. Bei der Wickelsituation z.B., wenn man sieht, wie sich die Erzieherin auf die Kinder einlässt, indem sie die Kinder vorher fragt, ob sie jetzt gewindelt werden möchten. Und bekommen sie ein Nein zu hören oder eine Geste, die selbiges ausdrückt, dann wird ganz einfach noch 5 Minuten gewartet bis das Kind dazu bereit ist und nicht über seinen Kopf hinweg entschieden. Auch zeigt dieses Beispiel, dass die Windelsituation keine rein pflegerische Tätigkeit darstellt. Indem sich die ErzieherInnen in dieser Situation ganz speziell nur für dieses Kind Zeit nehmen und diese für Gespräche mit dem Kind nutzen sowie die Kinder aktiv am Windelgeschehen teilhaben lassen, stellt diese Situation vielmehr auch eine Bildungssituation dar. Und so arbeiten auch die pädagogischen Fachkräfte in der Kita „Spielkiste“ nach dem Motto: „Nicht eine ErzieherIn, die 10 Kinder in 10 Minuten im Bett hat, ist eine gute Erzieherin; eine ErzieherIn, die 10 Minuten für ein Kind braucht, ist besser“. Und auch in den anderen Filmsequenzen, wie z.B. bei der Schlafsituation (kein Kind wird zum Schlafen gezwungen) oder beim Essen und der gemeinsamen Zubereitung der Mahlzeiten spiegelt sich wieder, dass die Beteiligung von Kinderrechten auch bei sehr jungen Kindern ganz entscheidend von der professionellen Haltung der pädagogischen Fachkraft abhängt. Dass das gut funktioniert, hat der Film auf eindringliche Weise dargestellt. Ein Fazit des Films lautete „die größte pädagogische Leistung einer Erzieherin ist es, sich zurückzunehmen“. Mit viel Beifall wurde der Film und damit die Arbeit des gesamten Teams der Kita „Spielkiste“ in Halle gewürdigt.
Im anschließenden Workshop-Teil traten dann die eigentlichen Akteure in Aktion. Im Rahmen des Landesmodellprojektes gestalteten die 7 teilnehmenden Kindertageseinrichtungen aus Sachsen-Anhalt je 1 Workshop selber und stellten dabei die bisherigen Entwicklungs-Ergebnisse ihrer Arbeit an dem Projekt vor. In den Workshops hatten dann auch die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen und gemeinsam mit den Kita-MitarbeiterInnen ins Gespräch zu kommen. Im anschließenden Workshop-Teil traten dann die eigentlichen Akteure in Aktion. Im Rahmen des Landesmodellprojektes gestalteten die 7 teilnehmenden Kindertageseinrichtungen aus Sachsen-Anhalt je 1 Workshop selber und stellten dabei die bisherigen Entwicklungs-Ergebnisse ihrer Arbeit an dem Projekt vor. In den Workshops hatten dann auch die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen und gemeinsam mit den Kita-MitarbeiterInnen ins Gespräch zu kommen. Die Tagungsteilnehmer wurden dafür in folgende 7 Workshops aufgeteilt: 1) Kita „Knirpsenland“ (Jeetze): „Die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen unter dem Aspekt der Gestaltung von Bildungsräumen in der frühkindlichen Bildung“ 2) Kita „Max und Moritz“ (Salzwedel): „Bindungsbeziehungen von Kleinstkindern unter dem Aspekt des Übergangs vom Elternhaus in die Kindertageseinrichtung“ 3) ITE Kita „Zum Knirpsentreff“ (Zerbst): „Ich, Du, Wir – Gemeinschaft mit und ohne Sprache“ 4) ITE Kita „Wawuschel“ (Oschersleben): „Lebenspraktische Übungen nach Maria Montessori – die Initiierung von Selbstbildungsprozessen in der frühkindlichen Bildung“ 5) ITE Kita „Calvörde“ (Calvörde): „Was brauchen Kinder unter 3 Jahren, damit sie sich selbst auf den Weg machen, um Neues/Unbekanntes zu entdecken?“ 6) ITE Kita „Villa Spatzennest“ (Hohenberg-Krusemark): „Schon in der Krippe auf die „schiefe Bahn“ geraten – den eigenen Körper entdecken und beherrschen lernen“ 7) ITE Kita „Thyra Kids“ (Rottleberode): „Förderung von Sozialkompetenzen in der gemeinsamen Bildungsförderung von behinderten und nicht behinderten Kindern“ Das Thema der jeweiligen Einrichtung stellt dabei gleichzeitig die zu bearbeitende Forschungsaufgabe dar, die sich jede Kita zu Beginn des Projektes selber wählen konnte und welche den Schwerpunkt ihrer Arbeit anzeigt. Jeder Einrichtung stand hierfür ein eigener Raum zur Verfügung, indem sie Fotos, Konzepte sowie Dokumentationen ihrer Arbeit präsentierten.
Die Kita „Max und Moritz“ aus Salzwedel beispielsweise berichtete den Workshop-Teilnehmer von der Arbeit an ihrer Forschungsaufgabe „Bindungsbeziehungen von Kleinstkindern unter dem Aspekt des Übergangs vom Elternhaus in die Kindertageseinrichtung“. Auch überanfängliche Startschwierigkeiten z.B. mit der Arbeit am Computer oder auch der Dokumentationsarbeit im Verlauf dieses Projektes berichtete die Kita „Max und Moritz“. Bezugnehmend auf die Forschungsaufgabe schilderten die Leiterin und die Erzieherinnen ihre gegangenen Schritte zur Entwicklung eines Eingewöhnungskonzeptes von Kindern aus dem Elternhaus in den Krippenbereich ihrer Kita. Und um sich genau darüber bewusst zu sein, welche Bedeutung die Bindung für den kindlichen Entwicklungsverlauf hat, widmeten sich die Erzieherinnen der Kita „Max und Moritz“ vorerst der Bindungstheorie nach John Bowlby und Mary Ainsworth. Die Erzieherinnen berichteten, wie wichtig es in diesem Fall für das Team war, sich im Vorfeld mit der Theorie auseinanderzusetzen, um dieses Wissen dann in der Praxis anwenden zu können. Im weiteren Verlauf des Workshops erläuterten sie sehr ausführlich ihr Eingewöhnungsmodell und die Teilnehmer folgten ihren Ausführungen mit viel Interesse. Sehr interessant war hierbei zu hören, dass die Kita eine Krankenstatistik erstellte, aus der hervor ging, dass Kinder, die öfter und länger krank waren zu ²/³ Kinder ohne eine Eingewöhnungsphase waren und nur zu ¹/³ Kinder, die eine Eingewöhnungsphase durchlebt hatten. In der anschließenden Diskussionsrunde hatten dann alle die Möglichkeit Fragen zu stellen und sich gegenseitig auszutauschen.
Ein anderer Workshop der Kita „Calvörde“ beispielsweise informierte seine Teilnehmer über ihre Entwicklungsprozesse im Verlauf der Arbeit an ihrer Forschungsaufgabe „Was brauchen Kinder unter 3 Jahren, damit sie sich selbst auf den Weg machen, um Neues/Unbekanntes zu entdecken?“ Auch hier wurde eifrig miteinander diskutiert, nachgefragt und Ratschläge und Hinweise ausgetauscht. Dass es durch den Entwicklungsprozess zu deutlich positiven Veränderungen im Haus und im Team kam, hoben die anwesenden ErzieherInnen und die Leiterin der Einrichtung bei ihren Ausführungen hervor. So sehen sie ihre Arbeit in einem Beziehungsdreieck von ErzieherIn – Eltern – Träger, die geprägt ist von gegenseitiger Akzeptanz. Bis es allerdings soweit war, brauchte es einen 1-jährigen Findungsprozess zwischen Träger und Team. Einen wichtigen Stellenwert in ihrer täglichen Arbeit nimmt die Dokumentation ein. Mithilfe von Notizzetteln können kleine Beobachtungen sofort festgehalten werden und später in das Port-Folio übertragen werden. Dazu bemerkten die ErzieherInnen an, dass die meiste Zeit für diese Arbeiten außerhalb der regulären Dienstzeit liegt. Die Leiterin der Kita erzählte zudem, dass der Entwicklungsprozess lange gedauert hat; viel ausprobiert und wieder verworfen wurde und der Prozess mit den Kindern erst begonnen hat. Im letzten Teil der Fachtagung informierte Frau Dr. von Hoven das Fachpublikum über den derzeitigen Stand der Fachlichen Entwicklungen in der Kindertagesbetreuung in Sachsen-Anhalt. Dazu stellt sie ein 5-Säulen-Modell über die Initiative „Netzwerke zur Qualitätssicherung in der frühkindlichen Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtungen in Sachsen-Anhalt“ vor. Zu den wichtigsten Eckpunkten dieses Modells gehören: * Landesmodellprojekte (Entwicklung von Kompetenzzentren und Kinder-Eltern-Zentren; Weiterentwicklung des Bildungsprogramms (Hier sollen die Dokumentationen der Kompetenzzentren eine Einbindung in die Weiterentwicklung des Bildungsprogramms finden.) * Qualifizierung des päd. Personals (modularisierte Fortbildungskurse für ErzieherInnen; Qualifizierungsprojekt für gesamte Kita-Teams aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds) * Förderung der Sprachkompetenz im Vorschulalter (Sprachstandsfeststellungsverfahren im vorletzten Jahr vor der Einschulung; gezielte Sprachförderung bei Bedarf) * Investitionen in die Strukturqualität der Kindertageseinrichtungen (Förderung von baulichen Investitionen an Kita-Gebäuden mit dem Hintergrund „Raum als dritter Erzieher“) * Kooperationsbündnisse mit Bildungspartnern (Kooperation mit Kultusministerium und Grundschulbereich im Landesverwaltungsamt mit dem Focus „Übergang Kita-Grundschule“; Kooperation mit „Haus der kleinen Forscher“, Industrie- und Handelskammern und Jugendämtern zur Förderung der Forscher- und Entdeckerbedürfnisse- sowie Interessen von Vorschulkindern)
Mit einem Aufruf an die anwesenden Kindertageseinrichtungen, einen Antrag auf eine Qualifizierung durch die Fortbildungsreferenten des Landes Sachsen-Anhalt zu stellen, beendete Frau Dr. von Hoven ihre Ausführungen zu diesem Modell.
Zum Abschluss der zweitägigen Fachtagung wies Frau Dr. von Hoven das Publikum noch auf eine wichtige Neuerung im Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hin - dem 2. Funktionalreformgesetz. Dieses ändert zum 1.1.2010 den § 20 KiFöG und beinhaltet die Übergabe der fachlichen Aufsicht an die örtlichen Jugendämter.
Letztlich kam es sogar noch zu einer kleinen Diskussion zwischen Publikum und Veranstalter, indem noch einmal auf den zur Zeit schon bestehenden Fachkräftemangel im Bereich der Kindertagesbetreuung eingegangen wurde. Allarmierend die Tatsache, dass bereits heute 1/3 der Beschäftigten in Sachsen-Anhalts Kitas Hilfskräfte ohne staatliche Ausbildung stellen – Tendenz steigend. Hier waren sich alle einig, dass dieser Zustand dringend einer Verbesserung bedarf.
Und wie es der Titel der Fachtagung „… kompetente Kinder braucht das Land“ schon verlauten lässt, brauchen Kinder dafür kompetente Vorbilder - in der Kindertagesbetreuung ebenso wie in der Familie. |