Sandy Kammrath, Dipl.-Päd. Franziska Jaschinsky
Möglichkeiten und Grenzen eines strategischen Marketings für Kindertagesstätten
Das Arbeitsfeld für Kindertagesstätten ist heute so stark wie niemals zuvor durch einen gesellschaftlichen Umbruch gekennzeichnet. Die Anforderungen an ErzieherInnen bzw. an Kindertagesstätten sind komplexer geworden und der Auftrag der Erziehung, Bildung und Betreuung kann in einer Zeit gesellschaftlicher Veränderungen nur dann erfüllt werden, wenn ein Bewusstsein über aktuelle Geschehnisse und daraus folgende Bedürfnisse besteht. Aufgrund der stetig niedrigen Geburtenzahlen wird die Anzahl der Kinder unter zehn Jahren in den nächsten Jahren in erheblichem Umfang zurückgehen, sodass ein Überhang an zur Verfügung stehenden Plätzen in Kindertagesstätten entsteht.
| Fachbeitrag zum Fachthema Kita und Witschaft |
Fachbeitrag - Strategisches Marketing in Kindertagesstätten (0,10 MB) |
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| Literaturhinweise |
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Dahle, G., Schrader, M.:
Marketing für Kindereinrichtungen
in: Handbuch für Erzieherinnen, Hrsg. Krenz, A., Landsberg 2002 |
Scharf, A., Schubert, B.:
Marketing: Einführung in die Theorie und Praxis
3., überarb. u. erw. Auflage, Stuttgart 2001 |
Schlummer, B. und W.:
Erfolgreiche Konzeptionsentwicklung in Kindertagesstätten
München 2003 |
Wöhe, G., Döring, U.:
Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
22. Aufl., Wiesbaden 2005 |
Link zum Fachthema Kita und Wirtschaft
Eltern als Auftraggeber und Kunden
Konstruktive Irritationen für die klassische Elternarbeit
Becker-Textor, Ingeborg (1999)
Marketing und Kundenorientierung in sozialen Einrichtungen
Huttner, T. (2007)
www.census.gov
Statistisches Bundesamt (2007)
Studie der Bertelsmann-Stiftung
Volkswirtschaftlicher Nutzen von
frühkindlicher Bildung in Deutschland
Eine ökonomische Bewertung langfristiger Bildungseffekte bei Krippenkindern
Das Büro für Arbeits- und Sozialpolitische Studien (BASS) untersuchte im Auftrag der Bertelsmann Stiftung welchen Einfluss der Besuch frühkindlicher Bildungs- und Betreuungsangebote von unter Dreijährigen auf den späteren Schulbesuch und längerfristig auf die zu erwartenden Lebenseinkommen hat. Erforscht wurden die Geburtsjahrgänge 1990 bis 1995 von in Deutschland geborenen Kindern.
Ein innerhalb der Studie generiertes Zukunftsszenario ergibt, dass der deutschen Volkswirtschaft ab 2009 eine Nettosumme von insgesamt 12,6 Milliarden Euro entgeht, weil nicht ausreichend Krippenplätze während des Untersuchungszeitraums zur Verfügung standen. Dies erklärt sich dadurch, dass ein Gymnasialabschluss die Wahrscheinlichkeit erhöht, ein höheres Lebenseinkommen zu erzielen. Kinder, die eine Krippe besucht haben, gehen mit einer 50prozentigen Wahrscheinlichkeit auf ein Gymnasium. Kinder, die keine Betreuung in einer Krippe erfahren, besuchen später lediglich zu 36 Prozent ein Gymnasium. Besonders deutlich profitieren Kinder mit Migrationshintergrund oder Kinder aus Elternhäusern mit geringer Bildung von einer frühen Betreuung in der Krippe. Von diesen so genannten benachteiligten Kindern gehen später 2 von 3 Kindern auf ein Gymnasium.
Man darf gespannt sein, welchen Einfluss diese Ergebnisse auf die kürzlich wieder entfachte Krippendiskussion nehmen.
Die Studie mit den ausführlichen Ergebnissen:
Volkswirtschaftlicher Nutzen von
frühkindlicher Bildung in Deutschland
Eine ökonomische Bewertung langfristiger
Bildungseffekte bei Krippenkindern
http://www.kitas-im-dialog.de/download
In den Kindergärten herrscht die Willkür
Bericht des MZ vom 18.03.2008
Rezension: Dipl.-Päd. Franziska Jaschinsky, Maria Manduch
Der Gebühren-Wahnsinn im Kindergarten
(Zeitschrift "Eltern" - Ausgabe 04/2008)
Eine Untersuchung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Zeitschrift ELTERN bestätigt einen Gebühren- Wahnsinn im Kindergarten. Daten aus den 100 größten deutschen Städten – hauptsächlich im Bezug auf die Halbtagsbetreuung – wurden unter die „Lupe“ genommen. Der Vergleich offenbart starke Variationen und keine einheitlichen Regeln für die Berechnung von Kindergarten-Gebühren in den einzelnen Bundesgebieten. Das bedeutet Ungerechtigkeit und eine erhebliche soziale Schieflage.
Chancengleichheit für Deutschlands Kinder sieht anders aus.
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