Naturwissenschaften zwischen Anleitung und Selbstbildung?

Naturwissenschaften zwischen Anleitung und Selbstbildung?Eine Frage, die sich mehr und mehr ins Rampenlicht der elementaren Bildung schiebt, lautet: "Passen Naturwissenschaften und frühkindliche Bildung zusammen?" Was auf den ersten Blick aussieht als würde man sich Gedanken darüber machen, wie man Kinder schon in den Kitas "ärgern kann", ist die Idee - auf den zweiten Blick - eine andere.
In ihrem Buch "Kompetente Erziehung – zwischen Anleitung und Selbstbildung" stellen Eva Hammes-Di Bernado, Regine Illner und Detlef Disowski Hintergründe, Wege und Umsetzungsmodelle beispielhaft vor.


Wirtschaft und Kita

In Zeiten des Umbruchs wird auch die Kindertagesstätte vor neue Herausforderungen gestellt. Der Geburtenrückgang führt zu einer ungewohnten Konkurrenz unter den Einrichtungen, da immer weniger Kinder auf eine gleichbleibende Anzahl von Kitaplätzen stoßen. Eltern und Kinder können den Betreuungsort zukünftig entsprechend ihrer Bedürfnisse auswählen, was die Ansprüche an die angebotenen Leistungen der Kita stark erhöht. Um diesen Ansprüchen gerecht werden zu können, ist ein Umdenken im Hinblick auf wirtschaftliches Handeln gefragt. Ein Blick auf die Kindertagesstätte als marktorientiertes Unternehmen kann dabei helfen, zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.

Kita & WirtschaftIm Auftrag der Bertelsmann Stiftung wurde die Studie "Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Bildung in Deutschland" erstellt, die den Einfluss der Besuch frühkindlicher Bildungs- und Betreuungsangebote von unter Dreijährigen auf den späteren Schulbesuch und längerfristig auf die zu erwartenden Lebenseinkommen beschreibt. Erforscht wurden die Geburtsjahrgänge 1990 bis 1995 von in Deutschland geborenen Kindern.

Was wäre, wenn ein Kindergartenplatz ganz kostenlos wäre? Laut der jüngsten Bertelsmann-Studie fließt jeder in frühe Bildung und Betreuung investierte Euro wieder zurück. Doch wie sieht es konkret aus? Eltern zahlen für die Betreuung ihrer Kinder – und das nicht wenig. Die Zeitschrift „Eltern“ widmet dazu in ihrer letzten Ausgabe den Artikel "Gebühren-Wahnsinn im Kindergarten".


Unter Dreijährige

Schadet frühkindliche Betreuung dem Kindeswohl? Welche Rolle spielt die Mutter-Kind-Bindung? In einem Artikel des Magazins Der Spiegel wird mit verstaubten Ideologien aufgeräumt und aktuelle Forschungsergebnisse in den Mittelpunkt gerückt. Die Krippe schadet nicht, im Gegenteil: viele Kinder profitieren sogar durch die außerfamiliäre Betreuung. Die Qualität der Einrichtungen und die Ausbildung des Personals sollten daher ins Zentrum der Aufmerksamkeit gelangen.


Partizipation in Kindertageseinrichtungen

Dem Thema "Partizipation von Kindern in Kindertageseinrichtungen" ist spätestens seit der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention und deren Ratifizierung vom deutschen Bundestag 1992 ein offizieller Grundstein gesetzt worden. Heute fordern selbst Kommunalpolitiker die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz.


Abschied, um ein Schulkind zu sein

Wie tragen Erzieherinnen dazu bei, damit sich Kinder gestärkt, freudig, kompetent auf die Abschiede und Neuanfänge während des Überganges einlassen können?
Die Kita "Marie-Hauptmann-Stiftung" in Halberstadt blickt auf den diesjährigen Abschied der Schulkinder und
zwar unter dem Fokus "Resilienz".


Elementare Bildung und die Profession der Erzieherin

Die Bildungspläne sind geschrieben, liegen in einigen Bundesländern bereits in einer zweiten bzw. überarbeiteten Fassung vor, aber können sie auch umgesetzt werden? Es scheint zudem, dass die Ideen in den einzelnen Bundesländern erst dann fruchten, wenn - etwa mit der Verbesserung von Rahmenbedingungen - dafür gesorgt wird, dass die Theorie in die Praxis umgesetzt wird. Dies geschah und geschieht bislang über Modellversuche. Sieht man sich aber in Einrichtungen um, die nicht an Projekten zur Umsetzung der Programme teilnehmen, so hat sich in der Profession der Erzieherin wenig verändert.


Formen und Methoden der Elternarbeit

Elternarbeit kann nicht rein theoretisch, durch das Beschäftigen mit entsprechender Literatur erlernt werden.
ErzieherInnen können sich durch die Auseinandersetzung mit diesbezüglicher Literatur mit möglichen Abläufen von Gesprächen vertraut machen und Kenntnisse über entscheidende Gesprächstechniken erwerben sowie über wichtige Haltungen und Einstellungen zu Gesprächen mit Eltern Klarheit erlangen.


Wo sind die Männer in den Kitas?!

"Mehr Männer in die KiTas" ist eine immer lauter zu vernehmende Forderung, die seit geraumer Zeit von verschiedenen Initiativen, Wissenschaftlern und Politikern gestellt wird und in den Medien immer wieder präsent ist. Zwar steigt der Anteil männlicher Erzieher und erreicht in manchen Ballungsräumen schon mal die 10%-Marke, jedoch zeigt sich bei näherem Hinschauen, dass diese Zahlen oft durch Elterninitiativkindergärten hervorgerufen werden – an der klassischen kommunalen Kita ist ein Mann als Erzieher nach wie vor die Ausnahme.


Professionalisierung - A Day in a Life of an Early Years Practitioner

"A Day in a Life of an Early Years Practitioner" ist ein internationales Forschungsprojekt zur Professionsentwicklung im Elementarbereich. Deutschland beteiligt sich unter der Leitung von Dr. Mathias Urban mit einer Kindertageseinrichtung aus Sachsen-Anhalt. Das Projekt will aufzeigen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede erzieherischer Praxis über nationale und kulturelle Grenzen existieren. Anlässlich der 17th Annual EECERA Conference in Prag Ende August wird die Projektgruppe ihre ersten Ergebnisse vorstellen.


Sprache

SpracheWie ernsthaft geht die Kinder- und Jugendliteratur mit ihren Adressaten um? Gibt es eine Debatte über eine Ästhetik der Kinder- und Jugendliteratur? Diesen Fragen widmet sich unser Autor Dipl. Päd. Matthias Zaft und versucht einen Überblick über den Stand der Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dieser speziellen Form der Erzählkunst. Dargestellt werden die Sichtweisen auf die Kinder- und Jugendliteratur. Das Spektrum reicht von der pädagogischen, die vor allem auf die erzieherischen Aspekte zielenden, bis hin zur literaturwissenschaftlichen Sichtweise, in deren Fokus das Verhältnis von Kinder- und Erwachsenenliteratur steht. Auch unter Einbeziehung aktueller Indikatoren für Anforderungen, wie Verständlichkeit (der Sprache/des Bildes), Mitteilung von Erziehungsnormen und zufrieden stellender Ausgang, reflektiert Zaft über die derzeitige Lage der Literatur, die mit ihren Büchern den Kindern die Welt öffnen will.


Professionalisierung

Bescheidenheit und Kleinmütigkeit als Kennzeichnen des Erzieherinnenberufs gilt es hinauszujagen, wenn die Arbeit der Erzieherinnen als Profession verstanden und dementsprechend in Ausbildung und Praxis konsequent umgesetzt werden soll, so Frau Prof. Dr. Ursula Rabe-Kleberg in ihrem jüngst erschienenen Beitrag. Mit einem Blick in die Geschichte des Erzieherinnenberufs gibt ihr Artikel Antworten auf die Frage, warum im Geburtsland des Kindergartens keine Ausbildung der Erzieherinnen an Hochschulen oder Universitäten erfolgt. Als Etappen der Verhinderung bezeichnet sie u.a. das vergebliche Bemühen Fröbels, den Kindergarten als unterste Stufe des allgemeinen Bildungssystems zu etablieren, die bis heute gültige Zuordnung des Kindergartens als Aufgabe der Wohlfahrtspflege im Reichsjugendwohlfahrtsgesetz (1924) sowie die Restaurierung des Berufs als Folge der politischen Wende und der Anpassung des DDR-Kindergartensystems – von einem modernen zu einem traditionellen Frauenberuf. Die Frage nach Veränderung führt Rabe-Kleberg zu den Bildungsplänen und –programmen der einzelnen Bundesländer, denen gemeinsam ist, dass die Bildungsprozesse jedes Kindes in das Zentrum rücken. In der Umsetzung dieser Programme bzw. Pläne sieht die Autorin gehörigen Entwicklungsbedarf und spricht in dem Zusammenhang von Professionalisierung. Aktuelle Entwicklungen für Aus- und Weiterbildung unterstreichen dies und werden abschließend aufgezeigt.


Raum

Raum"Ein Traum vom Raum?!" lautete das Thema einer internen Fachtagung der Diakonie Mitteldeutschland in Halberstadt. In drei Schritten wurde darüber nachgedacht, wie sich Kindheit im Verhältnis zum gesellschaftlichen Raum verändert hat, in welchem Verhältnis Raum und elementare Bildung stehen und was dies für die konkrete Gestaltung von Räumen in und um Kindertageseinrichtungen bedeutet.

Auf unseren Seiten finden Sie den Vortrag und Ergebnisse der Arbeitsgruppen sowie eine Fotogalerie mit Momentaufnahmen des Tages.

Die Kindertagesstätte "Traumzauberbaum" in Bitterfeld ist eine von 19 Einrichtungen in Sachsen-Anhalt, die sich in einem Landesmodellprojekt zu einem Kompetenzzentrum für frühkindliche Bildung entwickeln wollen. Ganz untypisch für Kitas, werden hier die Kinder in der untersten Etage eines Neubaublocks betreut. Ein Schwerpunkt der Einrichtung ist es deshalb, auf die Räume, die Kindern in dieser Umgebung zur Verfügung zu stehen, besonderen Wert zu legen. Interessante Links, Literatur zum Thema "Raum" vervollständigen das Angebot.


Natur & Wissenschaft

Natur & WissenschaftWie kommen Kinder in Kitas mit Wissenschaft in Berührung? Ist die Erkundung der Natur eine sinnliche Forschung, die die Entdeckung der ganzen Welt mit einschließt? Die Themen im Monat Mai werden auf den Seiten von K.i.D. zu einer Begegnung von Natur und Wissenschaft. Der Beitrag "natur-wissen-schaft", eine Rezension verschiedener Fachartikel zum Thema Wissenschaft in Kita, vergleicht das Spiel der Kinder mit der Forschungsarbeit von Wissenschaftlern.


Mit zahlreichen Fotos aus einem australischen Kindergarten gibt der Artikel "Was krabbelt denn da!?" von
Frau Prof. Dr. Rabe-Kleberg Einblicke, wie sich Kinder außerhalb Deutschlands Naturwissenschaften nähern.
Im Internen Forum stellen die Kompetenzkitas Sachsen-Anhalts im Mai ebenfalls Ihr Material zu diesem Thema zur Diskussion und werden die Ergebnisse am Ende des Monats für alle Interessierten präsentieren.


Leitung

Der Fachbeitrag von Frau Meissner-Trautwein behandelt die Fragen zur Leitungskompetenz in einer Kindertageseinrichtung. Hier werden in einer Analyse Professionalisierungsbedingungen im Kita-Bereich vor dem Hintergrund biografischer Voraussetzungen von Kindertagesstättenleiterinnen untersucht.


Beobachtung

BeobachtungNeben vielen Gemeinsamkeiten weisen die vorgelegten Bildungspläne der einzelnen Bundesländer auch erhebliche Unterschiede auf. Sie sind auf die verschiedenen Herangehensweisen bei der Erstellung der Bildungspläne und unterschiedliche Verfahren bei der Beobachtung zurückzuführen.
In diesem Beitrag werden die Bildungsprogramme hinsichtlich ihrer Aussagen zum Thema Beobachtung untersucht.



SelbstbildungSelbstbildung

Den Besonderheiten von Bildungs- und Lernprozessen in der frühen Kindheit will Rechnung mit dem Verständnis von „Selbst – Bildung“ getragen werden. Verfahren zur Beobachtung können hier einen wichtigen Beitrag leisten.
In dem Artikel "Beobachtung von Joscha - eine Annäherung an Selbstbildung" wird sich anhand eines Beispieles dem Prozess von Selbstbildung genähert.


Praxisforschung

PraxisforschungWie können Erzieherinnen die individuellen Bildungsinteressen von Kindern aufmerksam wahrnehmen? Wie eignen sich Kinder in Kindereinrichtungen neues Wissen an? Welche Lernerfahrungen gingen den aktuellen Aneignungsprozessen von Kindern voraus und wie greifen alte und neue Erfahrungen ineinander? Wie können Erwachsene Kinder in ihren selbstbildenden Aktivitäten unterstützen?