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Home Fachthemen Unter Dreijährige Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Bildung in Deutschland
Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Bildung in Deutschland Drucken E-Mail
Dienstag, 14. Oktober 2008 um 14:24 Uhr

Studie der Bertelsmann-Stiftung
Eine ökonomische Bewertung langfristiger Bildungseffekte bei Krippenkindern

Das Büro für Arbeits- und Sozialpolitische Studien (BASS) untersuchte im Auftrag der Bertelsmann Stiftung welchen Einfluss der Besuch frühkindlicher Bildungs- und Betreuungsangebote von unter Dreijährigen auf den späteren Schulbesuch und längerfristig auf die zu erwartenden Lebenseinkommen hat. Erforscht wurden die Geburtsjahrgänge 1990 bis 1995 von in Deutschland geborenen Kindern.
Ein innerhalb der Studie generiertes Zukunftsszenario ergibt, dass der deutschen Volkswirtschaft ab 2009 eine Nettosumme von insgesamt 12,6 Milliarden Euro entgeht, weil nicht ausreichend Krippenplätze während des Untersuchungszeitraums zur Verfügung standen.

Dies erklärt sich dadurch, dass ein Gymnasialabschluss die Wahrscheinlichkeit erhöht, ein höheres Lebenseinkommen zu erzielen. Kinder, die eine Krippe besucht haben, gehen mit einer 50prozentigen Wahrscheinlichkeit auf ein Gymnasium. Kinder, die keine Betreuung in einer Krippe erfahren, besuchen  später lediglich zu 36 Prozent ein Gymnasium. Besonders deutlich profitieren Kinder mit Migrationshintergrund oder Kinder aus Elternhäusern mit geringer Bildung von einer frühen Betreuung in der Krippe. Von diesen so genannten benachteiligten Kindern gehen später 2 von 3 Kindern auf ein Gymnasium.
Man darf gespannt sein, welchen Einfluss diese Ergebnisse auf die kürzlich wieder entfachte Krippendiskussion nehmen.

Die Studie mit den ausführlichen Ergebnissen:

PDF-DokumentVolkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Bildung in Deutschland
Eine ökonomische Bewertung langfristiger Bildungseffekte bei Krippenkindern

 
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