| Die Fenster sind offen, um den Muff hinaus zu jagen! |
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| Samstag, 14. April 2007 um 14:02 Uhr | |||||||||||
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Ist der Beruf der Kleinkinderzieherin immer noch ein „unmöglicher Beruf“ oder doch auf dem Weg zur Profession? Dieser Frage stellt sich die Autorin erneut nach vielen Jahren der Forschung und Lehre in diesem Feld. Es soll Sigmund Freud gewesen sein, der den Beruf des Erziehers – genauer den des Lehrers – als einen „unmöglichen Beruf“ bezeichnet hat. Unmöglich in doppelter Weise, nämlich dass zum einen die Anforderungen in der Praxis niemals zu erfüllen seien, unmöglich aber auch, weil eben diese Anforderungen nicht fest umschrieben werden (können) und so niemals die Gewissheit erreicht werden kann, die die berufliche Arbeit von Handwerkern und Technikern auszeichnet. Unmöglich aber auch – so könnte man für die Kleinkinderzieherin zufügen -, weil die in der überwiegenden Mehrzahl von Frauen ausgeübten Arbeit all zu sehr (aber eben nur scheinbar) der von Müttern und Hausfrauen ähnelt. In dieser Zeitschrift ist – wie kaum in einer anderen vergleichbaren – seit Jahrzehnten gegen diese Sicht auf die Arbeit der Erzieherinnen angeschrieben worden. Die Autorin hat von Zeit zu Zeit an diesem Strang mitgezogen. Heute – so meine beinhart optimistische These – ist auch in Deutschland das Fenster offen, den Muff der Bescheidenheit und Kleinmütigkeit, der diesen Beruf und seine Bemühungen um Professionalisierung immer wieder gekennzeichnet hat, hinaus zu jagen. Es ist an der Zeit fachlich und institutionell, gesellschaftlich und politisch die Arbeit der Erzieherinnen als Profession zu verstehen, zu deklarieren und in Ausbildung und Praxis daraus die Konsequenzen zu ziehen. Mit freundlicher Genehmigung aus der Zeitschrift TPS/ Ausgabe 04/07
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